Im vergangenen Jahr sind in Belgien laut Ocam 555 Extremisten vorrangig überwacht worden. Laut dem Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse waren das 19 Personen weniger als im Vorjahr.
Dieser Rückgang sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass sich die Situation einiger Personen positiv entwickelt hat oder dass sie verstorben sind.
Erfasst sind die Personen in einer Datenbank, die von Ocam verwaltet wird. Seit mehreren Jahren sei die Gesamtanzahl der Personen, die sich in dieser Datenbank befinden, rückläufig. Das sei nicht verwunderlich, so der Ocam-Direktor Gert Vercauteren: Die Zeit, in der eine größere Anzahl an Menschen in Konfliktregionen reiste, um als Dschihadisten zu kämpfen, sei vorbei.
Dennoch werden nach wie vor 86 Prozent der Personen, die in der Datenbank erfasst sind, dem Islamismus zugerechnet. Acht Prozent entfallen auf Rechts- und drei Prozent auf Linksextreme.
rtbf/moko