Beim Außenministerium beobachtet man die Entwicklung im Nahen Osten sehr genau. Außenminister Maxime Prévot ist dafür verantwortlich zu entscheiden, ob Belgier aus den Ländern des Nahen Ostens wegen der aktuellen Kriegshandlungen zurückgebracht werden sollen. Stand Montagmorgen sitzen 2.450 belgische Urlauber fest - die Hälfte von ihnen in Dubai.
Zurzeit ist der Luftraum im Nahen Osten gesperrt. Belgier, die sich beispielsweise in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten, in Kuweit, Jordanien oder Libanon, und natürlich auch in den kriegsführenden Ländern Israel und Iran können diese Länder zurzeit nicht verlassen. Sollte sich die Lage verschlimmern und eine Evakuierung beschlossen werden, würde Belgien das zunächst in Abstimmung mit den EU-Partnern versuchen.
In der RTBF rief Außenminister Prévot die Urlauber in Nahost zu Geduld auf. Sie sollten sich in ihrem Reiseland bei der belgischen Botschaft melden und den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen.
Dass Belgien zur Not aber auch alleine handeln würde und dazu fähig ist, versicherte Verteidigungsminister Theo Francken am Sonntagabend in den Nachrichten der VRT. "Ich mache mir viele Sorgen über unsere Bürger im Kriegsgebiet", sagte er da. "Und wenn es nötig sein wird und wir den Auftrag dazu bekommen, unsere Bürger zu evakuieren, dann werden wir das tun."
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