Junge Menschen in Belgien sind nach Angaben der Stiftung gegen Krebs zunehmend von Darmkrebs bedroht. Die Entwicklung sei gegenteilig zu der bei Über-50-Jährigen, wo die Häufigkeit von Darmkrebsfällen seit Jahren kontinuierlich zurückgeht.
Bei den 15- bis 39-Jährigen habe es im Jahr 2023 121 neue Fälle gegeben - mehr als doppelt so viele wie noch zwei Jahrzehnte zuvor. 2004 waren es nur 47 Fälle.
Bei den Vierzigjährigen sind die Fallzahlen im Jahresvergleich relativ stabil geblieben: 339 Fälle im Jahr 2023 gegenüber 320 im Jahr 2004.
Die Diagnosen bei jüngeren Menschen seien in absoluten Zahlen zwar nach wie vor seltener, aber ihr Anteil steige von Jahr zu Jahr. Außerdem werde die Krankheit bei ihnen häufiger in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Da sie in jungen Jahren weniger erwartet werde, würden die Warnsignale manchmal später erkannt, erklärt die Stiftung gegen Krebs.
Darmkrebs ist in Belgien die dritthäufigste Krebsart bei Männern und Frauen.
belga/fk