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Fünf Jahre Sky ECC: Ein schmerzhafter Schlag, aber die Drogen-Hydra lebt weiter

27.02.202618:05
  • Sky ECC
Akten im leeren Gerichtssaal
Bild: Morgane Berger/Belga

Vor fünf Jahren knackten Ermittler die verschlüsselte Plattform Sky ECC, die vor allem von Drogenkriminellen genutzt wurde. Polizei und Justiz konnten plötzlich mitlesen und Einblicke in eine gewalttätige Parallelwelt erhalten. Nun ziehen die Behörden Bilanz: Die präsentierten Zahlen sind beeindruckend, zeigen aber wohl nur die Spitze des Eisbergs.

"Das waren Bilder, die extreme, grausame, schreckliche Gewalt zeigten. Der reinste Horror". Franky De Keyzer ist Prokurator des Königs in Antwerpen und er war bei den Ermittlungen zu Sky ECC von Anfang an dabei. Damals, vor fünf Jahren, als es Ermittlern endlich gelungen war, die Kommunikationsplattform zu knacken. Die galt bis dahin als absolut sicher.

Sky ECC hatte selbst einen Wettbewerb gestartet, bei dem fünf Millionen Dollar für denjenigen ausgelobt wurden, dem es gelingt, sich Zugang zu den Inhalten zu verschaffen. Französische, niederländische und belgische Ermittler haben genau das geschafft, besagte Belohnung haben sie übrigens nicht bekommen...

Die Nutzer von Sky ECC ahnten also gar nicht, dass die Polizei- und Justizbehörden ab Mitte Februar 2021 plötzlich mitlesen und mithören konnten. Darunter waren viele Drogenkriminelle, die die Plattform eben wegen der angeblichen absoluten Sicherheit gebrauchten. Und entsprechend bekamen die Beamten einen wirklich ungefilterten Einblick in die brutale Welt der Drogenmafia. "Schlimmer als in jeder Netflix-Serie", so brachte es damals der föderale Prokurator Frédéric Van Leeuw auf den Punkt.

Neben der permanenten, unsäglichen Gewalt, die wirklich schwer zu ertragen war, war es vor allem verstörend zu sehen, wie selbstverständlich da über Tonnen und Abertonnen an Drogen ausgetauscht wurde, erinnerte sich Prokurator Franky De Keyzer in der VRT. Fast so, wie wir über ein Paket Salz sprechen, das wir im Supermarkt kaufen.

Nach dem "Hack" bekommt man Einsicht in drei Millionen Mitteilungen pro Tag. Die Ermittler speichern, dokumentieren, sichern alles, was bei späteren Untersuchungen helfen könnte. Bis man sich zum Zugriff entscheiden muss. Denn: Wenn das Leben eines Menschen in Gefahr ist, dann darf man nicht untätig bleiben. Am 9. März 2021 wird die größte Razzia durchgeführt in der Geschichte des Landes: 200 Hausdurchsuchungen, zeitgleich. Das Ergebnis war der bislang größte Schlag gegen die Drogenmafia in Belgien.

Die Zahlen sind beeindruckend: In den letzten fünf Jahren wurden 673 gerichtliche Untersuchungen gestartet, fast 5.000 Verdächtige identifiziert und 1.200 von ihnen verurteilt, wegen Drogenschmuggels, aber auch wegen Körperverletzung, Geldwäsche, Korruption und unerlaubten Waffenbesitzes. Alles in allem wurden knapp 180 Prozesse geführt und Gefängnisstrafen von insgesamt 3.700 Jahren verhängt.

"Sky ECC war wirklich ein Wendepunkt, und das in allen Belangen, auch für uns", sagte Eric Snoek, Generalkommissar der Föderalen Polizei, in der VRT. "Wir mussten - unter Hochdruck - unsere Methoden anpassen, ebenso wie unsere Strukturen. Es mussten Spezialisten angeworben werden in den unterschiedlichsten Bereichen. Also, insgesamt haben uns die Sky-ECC-Ermittlungen auf eine neue Ebene der Professionalität gebracht.

Und das ist nach wie vor nicht das Ende der Geschichte. Noch immer laufen Ermittlungen, die auf der Grundlage der Sky-ECC-Daten eingeleitet wurden. "Das ist und bleibt eine Goldgrube an Informationen", sagt auch Prokurator Franky De Keyzer. "Also, wir sind da noch lange nicht fertig."

Und doch wird man den Eindruck nicht los, dass die Ermittler damals allenfalls die Spitze des Eisbergs gesehen haben. Ein Beispiel: Bei den Sky-ECC-Untersuchungen wurden insgesamt knapp 225 Millionen Euro beschlagnahmt. An sich ist das zwar eine stolze Summe, doch sind - allein in Antwerpen - zweistellige Milliardensummen im Spiel. Das ergibt sich allein aus den enormen Drogenmengen, die jährlich beschlagnahmt werden, und von denen man glaubt, dass das allenfalls 15 Prozent dessen ist, was tatsächlich über den Hafen ins Land kommt.

"Klar, wir sind uns dessen bewusst", sagt auch Franky De Keyzer. "Kriminelle sind von Natur aus sehr anpassungsfähig, weil sie sich ja um keine Gesetze und Regeln scheren müssen und Moral erst recht keine Rolle spielt. In der Zwischenzeit dürften sich viele Banden längst neu erfunden haben."

Roger Pint

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