Vertreter aller in Belgien anerkannten Religionsgemeinschaften haben ein gemeinsames Schreiben zur Situation in den Gefängnissen veröffentlicht. Darin verpflichten sie sich zu einem stärkeren interreligiösen Dialog in den Haftanstalten, um das Verständnis zwischen den Gefangenen zu verbessern.
Die Vertreter der katholischen, protestantischen, muslimischen, jüdischen, anglikanischen und orthodoxen Gemeinschaften gehen auch auf das Problem der Überbelegung ein. Jedem Insassen müsse eine würdige Haftunterbringung gewährleistet werden, fordern sie. Grundsätzliche Probleme seien die fehlende Begleitung und die Perspektivlosigkeit von entlassenen Strafgefangenen, die eine Eingliederung in das soziale Leben erschwerten oder unmöglich machten, bemängeln die Glaubensvertreter.
belga/mh