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Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters brachte Staatskasse 2025 über 630 Millionen Euro ein

20.02.202607:09
Rentenamt in Brüssel
Rentenamt in Brüssel (Archivbild: Siska Gremmelprez/Belga)

Durch die Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 66 Jahre sind im vergangenen Jahr rund 55.000 Menschen weniger in Pension gegangen als im Jahr davor. Das berichtet die Zeitung De Tijd unter Berufung auf Zahlen des Föderalen Pensionsdienstes. Dadurch reduzierten sich die Staatsausgaben für Renten um bis zu 632 Millionen Euro.

Für seine Berechnungen ist der Föderale Pensionsdienst von einer gemittelten monatlichen Rente von 1.850 Euro ausgegangen. Außerdem müssen die Einsparungen in Höhe von 632 Millionen Euro auch in Relation gesetzt werden zu den Gesamtausgaben für Renten. Diese betrugen für Angestellte, Selbstständige und Beamte zusammengenommen im Jahr 2024 etwa über 66 Milliarden Euro. Die finanziellen Auswirkungen der Erhöhung des Renteneintrittsalters auf die öffentlichen Finanzen bleiben also begrenzt.

Der Föderale Pensionsdienst weist außerdem darauf hin, dass die Zahl der Menschen, die verfrüht in Rente gegangen sind, im letzten Jahr etwas höher lag als im Jahr davor. Auch das könne möglicherweise mit der Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters zu tun haben, so der Dienst, beziehungsweise damit, dass Menschen Reformen der Föderalregierung antizipiert hätten.

Um die Zahl der Frühverrentungen zu senken beziehungsweise das tatsächliche Renteneintrittsalter anzuheben, hat die Regierung auch Gegenmaßnahmen beschlossen. So soll etwa ab 2027 ein sogenannter Pensionsmalus eingeführt werden. Dieser Malus bedeutet, dass Menschen, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Pension gehen und nicht eine Mindestanzahl von Jahren gearbeitet haben, weniger Rente bekommen.

Boris Schmidt

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