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Belgier konsumieren weniger Opioide – Aber chronische Einnahme bleibt ein Problem

19.02.202617:25
Oxycodone-Tabletten auf einem Tisch
Oxycodon-Tabletten (Illustrationsbild: Eric Baradat/AFP)

Opioide gehören als hochwirksame Schmerzmittel zu den wichtigsten Werkzeugen der Medizin. Gleichzeitig sind sie aber alles andere als ungefährlich. So gilt etwa Fentanyl mittlerweile als Haupttodesursache bei US-Bürgern zwischen 18 und 44 Jahren. Weil Opioide ein zweischneidiges Schwert sind, wird ihr Konsum genau im Auge behalten, auch in Belgien.

Es ist bekannt, dass die Belgier gerne und häufig zu Medikamenten greifen. Das gilt auch für Opioid-Schmerzmittel wie Tramadol, Oxycodon und Fentanyl. Sie alle sind in Belgien legal erhältlich, so lange man ein Rezept vorweisen kann, zum Beispiel von seinem Hausarzt. In Europa steht Belgien dadurch bei der Zahl der Opioid-Nutzer sogar auf Platz drei, hinter Deutschland und Österreich.

Aber es gibt Positives zu vermelden: Die freien Krankenkassen haben in einer neuen Studie festgestellt, dass der Opioid-Konsum der Belgier zwischen 2018 und 2023 abgenommen hat. Und zwar um etwa 15 Prozent, was den chronischen Opioid-Konsum angeht, hebt Claire Huyghebaert von den freien Krankenkassen gegenüber der RTBF hervor.

Aber dennoch bleibt die Zahl der Nutzer sehr hoch: "Ungefähr eine von 60 Personen nimmt langfristig Opioid-Schmerzmittel, also länger als drei Monate pro Jahr. Besonders erschreckend: Bei etwa der Hälfte der Betroffenen geht es um Menschen, die das schon jahrelang machen."

Gewöhnungseffekt birgt Gefahren

Weitere auffällige Befunde: Frauen sind fast doppelt so oft betroffen wie Männer, sozial schwache Menschen, also Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau, vier Mal so häufig. Und auch mit zunehmenden Alter nimmt der chronische Opioid-Einsatz deutlich zu, sagt Schmerzspezialist Guy Hans im Interview mit der VRT. Und das, obwohl diese Bevölkerungsgruppe besonders anfällig ist für die Nebenwirkungen der Opioide. "Manche Menschen nutzen die Opioide natürlich nicht mehr wie ursprünglich gedacht als Schmerzmittel, sondern als Drogen, um sich zu betäuben, besonders in Kombination mit Alkohol." Das sei eine Realität, die man nicht ausblenden dürfe.

Das größte Problem im Zusammenhang mit den Opioiden sei das aber nicht. Das sei der Gewöhnungseffekt des Körpers, also dass die Patienten immer größere Mengen konsumieren müssten, um noch die gleiche Wirkung zu erzielen. "Das birgt eine große Gefahr, über die sich viele Menschen überhaupt nicht bewusst sind. Es gibt Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen."

Liegt die Dosis höher als dieser Grenzwert, dann lindern die Opioide Schmerzen nicht mehr, sondern vergrößern sie sogar noch. Und sorgen dafür, dass die Schmerzen den ganzen Körper erfassen. "Hinzu kommen diverse andere Nebenwirkungen wie zum Beispiel kognitive Störungen, eine Veränderung des Charakters einer Person, Übelkeit, Schlafstörungen und sogar Depressionen", sagt Guy Hans. So etwas könne zu einer völligen Entgleisung der Lage führen.

Opioide in meisten Fällen von Hausärzten verschrieben

Deswegen ist es auch essenziell, dass jede Opioid-Behandlung konstant überwacht und angepasst wird. Mindestens genauso wichtig: Medikamentöse Therapien müssen zur besseren Wirksamkeit immer auch mit nicht-medikamentösen kombiniert werden, empfehlen die Experten. Das sind Reha-Maßnahmen oder Psychotherapie. Ziel ist, den Einsatz von Opioiden möglichst niedrig und kurz halten zu können.

Außerdem müsse auch bei den Hausärzten angesetzt werden, die die Schmerzmittel in fast 85 Prozent der Fälle verschrieben. Hier sei bei den Kenntnissen über mögliche Nebenwirkungen, die Behandlungsdauer und andere Risiken noch viel Luft nach oben, gerade bei einem langfristigen Einsatz von Opioiden. Deswegen sei es auch besser, Spezialisten heranzuziehen.

Boris Schmidt

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