Die sozialistische Gewerkschaft FGTB ist der Ansicht, dass Belgien bei den Lohnkosten einen "noch nie dagewesenen Vorteil" gegenüber seinen Nachbarländern verzeichnet. Das beweise, dass das Lohndumping zu weit gegangen sei und es an der Zeit ist, die Arbeitnehmer fair zu entlohnen, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.
Aus einem Bericht des Zentralen Wirtschaftsrates, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, war hervorgegangen, dass die Löhne in Belgien langsamer steigen als in Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden.
Die FGTB prangert zudem an, dass ein größerer Teil der Produktivitätssteigerung in den Unternehmen verbleibe und nicht an die Arbeitnehmer umverteilt werde. Laut dem Bericht des Zentralen Wirtschaftsrates sind die Bruttogewinnmargen zwischen 1996 und 2024 von 36 auf 44 Prozent gestiegen.
mitt/moko