Die Löhne steigen in Belgien langsamer als in den Nachbarländern. Das geht aus einem Bericht des Zentralen Wirtschaftsrates hervor. Der Unterschied zu Deutschland, Frankreich und den Niederlanden beträgt demzufolge rund 1 Prozent.
Edward Roosens vom Unternehmerverband FEB sagt, strukturell habe Belgien immer noch ein Lohnkostenproblem. In den vergangenen zwei Jahren sei das aber etwas kleiner geworden.
Die Lohnkosten seien weiterhin hoch, argumentieren Arbeitgeberverbände, deshalb könnten die Löhne nicht derartig steigen, wie es die Gewerkschaften verlangen. Bert Engelaar von der sozialistischen Gewerkschaft hält dagegen. Er verweist auf gestiegene Unternehmensgewinne. Alles auf die Lohnkosten zu schieben, sei nicht haltbar, findet Engelaar.
vrt/belga/moko