Der FÖD Soziale Sicherheit veröffentlicht jedes Jahr eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben der Sozialen Sicherheit in Belgien und vergleicht diese mit anderen Ländern. Laut der jüngsten Analyse sind die belgischen Sozialausgaben im letzten Jahr um rund sieben Prozent gestiegen.
Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass die Ausgaben für Krankheit und Arbeitsunfähigkeit stark gestiegen sind – und zwar um jeweils 8,6 Prozent. Insgesamt betragen die Sozialausgaben für Krankheit damit nun über 50 Milliarden Euro, die für Arbeitsunfähigkeit fast 18 Milliarden Euro. Die belgischen Ausgaben für Arbeitsunfähigkeit liegen damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt.
Der Löwenanteil der Sozialausgaben geht aber nach wie auf das Konto der altersbedingten Leistungen, nämlich 74,5 Milliarden Euro. Hier beträgt die Kostenzunahme 7,1 Prozent. Sie ist zum Teil zurückzuführen auf die automatische Indexierung, aber auch die Vergreisung der Gesellschaft spielt eine Rolle. Letztere führt zu höheren Ausgaben für Renten aber auch für Gesundheitsleistungen.
Boris Schmidt