Der Anti-Terror-Stab Ocam hat im vergangenen Jahr 157 Meldungen über terroristische oder extremistische Bedrohungen registriert. Das entspricht einem Rückgang von rund einem Viertel gegenüber dem Vorjahr, teilte die Behörde mit. Die jüdische Gemeinschaft bleibt demnach das wichtigste Ziel potenzieller Anschläge.
In der überwiegenden Mehrheit der Fälle wurden die Bedrohungen als gering oder mittel eingestuft, nur fünf Prozent galten als schwerwiegend. Keine einzige Meldung betraf eine "sehr ernste und unmittelbare" Bedrohung der Stufe vier.
Auch die ideologische Zusammensetzung hat sich laut Ocam verändert. Islamistischer Extremismus bleibt zwar die Hauptursache, ist zahlenmäßig aber deutlich zurückgegangen. Bedrohungen mit Auslandsbezug - etwa gegen Botschaften oder ethnische Gemeinschaften - machten rund ein Viertel aller Fälle aus. Gleichzeitig registrierte die Behörde einen Anstieg von Drohungen aus rechts- wie auch linksextremistischer Richtung.
belga/rop