Die Grippe-Epidemie in Belgien ist noch nicht vorbei. Das hat das Gesundheitsinstitut Sciensano mitgeteilt. Die Zahl der Menschen, die wegen grippeähnlicher Beschwerden in die Krankenhäuser aufgenommen werden müsse, sei weiter leicht gestiegen. Entsprechend stehe auch das Gesundheitssystem weiter unter Druck.
Sciensano erinnert deshalb daran, dass die Alarmstufe Orange für Atemwegserkrankungen in Kraft bleibt und fordert die Menschen auf, sich entsprechend zu verhalten. Bei Alarmstufe Orange sollen Menschen nicht nur bei schwereren Erkrankung zu Hause bleiben, sondern auch bei nur milden Symptomen. Darüber hinaus sollen Betroffene sich mindestens fünf Tage lang nach Erscheinen der ersten Symptome nach Möglichkeit isolieren.
Außerdem wird dringend das Tragen von Mundschutzmasken empfohlen an Orten mit vielen Menschen, im Umfeld von besonders gefährdeten Personen und bei jedem Kontakt mit Gesundheits- und Pflegepersonal.
Der Sciensano-Virologe Steven Van Gucht sieht aber auch erste positive Signale: So nehme etwa die in den Abwässern gemessene Virenkonzentration bereits etwas ab. Auch bei den Hausärzten habe sich die Lage in der vergangenen Woche etwas entspannt, so Van Gucht gegenüber der VRT. Das könne darauf hindeuten, dass sich auch die Lage in den Krankenhäusern bald etwas verbessern könnte.
Boris Schmidt