Hintergrund sind die Pläne von Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA), in Zukunft bis zu 20.000 Reservisten zu haben. Reservisten stehen dem Militär in Teilzeit zur Verfügung, sie geben also ihren ursprünglichen Job für die Landesverteidigung nicht auf. Stattdessen erfüllen sie ihre Verpflichtungen als Reservisten typischerweise für jeweils einige Wochen pro Jahr, nachdem sie entsprechend ausgebildet worden sind.
Reservisten können in allen möglichen Rollen eingesetzt werden: Sie können beispielsweise als Infanteristen oder Matrosen dienen, aber auch als Experten in bestimmten Gebieten wie der Cybersicherheit, als Ärzte oder Sanitäter.
Viele Kandidaten, die Interesse an so einem Engagement haben, scheitern aktuell jedoch an den geltenden Altersgrenzen. Dadurch gehe den Streitkräften enorm viel Potenzial verloren, so Peter Buysrogge, N-VA-Abgeordneter und Vorsitzender des Kammerausschusses für Verteidigung. Deswegen würden diese Grenzen nun abgeschafft. Die einzige Altersgrenze, die demnach erhalten bleiben soll, ist das Rentenalter.
Boris Schmidt