Vor dem Strafgericht Tongeren ist am Montag im fünften Anlauf der sogenannte Costa-Prozess eröffnet worden. Dies geschah in Abwesenheit von Lucio Aquino, einem der Hauptangeklagten.
Aquino befindet sich derzeit in Italien in Haft. Er war vor Weihnachten in Belgien festgenommen und an Italien ausgeliefert worden, wo er im Rahmen eines Mafia-Prozesses angeklagt ist. Das Gericht hatte seine Überstellung nach Belgien für den hiesigen Prozess angeordnet, doch ist dies nicht geschehen. Sein Verteidiger hat deshalb die erneute Verschiebung des Verfahrens beantragt, solange sein Mandant in Italien in Haft sitzt.
Im Costa-Prozess sind vier mutmaßliche Drogenbosse angeklagt. Sie sollen zusammen mehr als 25 Tonnen Kokain über den Hafen von Antwerpen nach Belgien eingeschleust haben.
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