In Hasselt und Genk startet ein neues Pilotprojekt zur besseren Betreuung von Gefangenen nach ihrer Haftentlassung. So sollen sie seltener rückfällig werden und sich besser in die Gesellschaft eingliedern können. Die flämische Justizministerin Zuhal Demir stellt dafür 155.000 Euro zur Verfügung.
Mit dem Geld stellen beide Städte eine eigene Fachkraft ein. Diese soll Hilfsangebote rund um die Entlassung koordinieren und Betroffene gezielt begleiten. Laut Ministerin Demir ist der Handlungsbedarf in diesem Feld groß. Von hundert Häftlingen, die das Gefängnis in Hasselt verlassen, werden 62 wegen neuer Straftaten erneut inhaftiert. Dieser Kreislauf müsse durchbrochen werden, sagte sie.
Das Pilotprojekt TESSA soll am 1. März starten. Fällt die Evaluation positiv aus, könnte es als Vorbild für andere Gemeinden dienen.
belga/ake