Die Föderalregierung verlängert im Kampf gegen illegale Migration die Einreisekontrollen um sechs Monate. Das teilten Asylministerin Anneleen Van Bossuyt (N-VA) und Innenminister Bernard Quintin (MR) mit.
Die Einreisekontrollen wurden am 1. Juli 2025 zunächst für ein halbes Jahr eingeführt. Offiziell handelt es sich nicht um Grenzkontrollen. Die Kontrollen finden auf Autobahnparkplätzen, im internationalen Bus- und Bahnverkehr sowie auf Flügen aus Schengen-Staaten wie Italien und Griechenland statt.
Während der vergangenen sechs Monate wurden 25.500 Personen kontrolliert. Dabei wurden 172 Personen ohne gültige Reise- oder Aufenthaltspapiere aufgegriffen. Der größte Teil von ihnen wurde dem Ausländeramt überstellt. 23 Personen wurden in einem geschlossenen Asylzentrum untergebracht, zwölf in ihr Heimatland zurückgeführt.
Zwar sinke die Zahl der Asylsuchenden, aber der Kampf gegen illegale Migration sei noch lange nicht vorbei, begründete Ministerin Van Bossuyt die Verlängerung. Die Einreisekontrollen seien dabei ein wichtiges Instrument.
belga/vrt/sh