2025 haben 734 Personen den Eintrag ihres Geschlechts im Melderegister und im Personalausweis ändern lassen. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus Zahlen des Föderalen Dienstes Justiz hervor.
Seit 2018 ist es einfacher, sein Geschlecht administrativ zu ändern. Es muss dazu beispielsweise kein medizinischer Eingriff erfolgt sein. 2025 gab etwas mehr Änderungen von Frau zu Mann als umgekehrt.
Immer mehr Kinder erhalten doppelten Nachnamen
Immer mehr Eltern in Belgien geben ihren Kindern einen doppelten Familiennamen. Im vergangenen Jahr waren es über 9.300 Kinder. Das sind acht Prozent aller Kinder. Das geht aus Zahlen des Föderalen Dienstes Justiz hervor.
Seit 2014 können Eltern frei wählen, ob sie ihren Kindern einen ihrer Familiennamen oder beide Namen geben möchten. Die einzige Bedingung ist, dass die Wahl für alle Kinder gilt, die sie bekommen. Geschwister können also keine unterschiedlichen Familiennamen erhalten. Dennoch bleibt der Familienname des Vaters in den meisten Fällen die Norm. Acht von zehn Eltern entscheiden so.
6.700 Belgier haben Nachnamen ändern lassen
Fast 6.700 Belgier haben letztes Jahr ihren Familiennamen geändert. Auch das geht aus Zahlen des Föderalen Dienstes Justiz hervor. Rund 6.500 Personen haben letztes Jahr ihren Vornamen geändert.
Seit dem Jahr 2024 hat jeder Erwachsene das Recht, einmal im Leben seinen Familiennamen zu ändern, wenn diese Änderung den Namen des Vaters, der Mutter oder eine Kombination aus beiden betrifft. Hierfür gibt es ein vereinfachtes Verfahren.
Wer seinen Nachnamen in einen Namen ohne Bezug zur Familie ändern will, muss strengere Auflagen erfüllen. So müssen schwerwiegende Gründe vorliegen und es darf keine Verwirrung oder Schaden entstehen.
belga/okr