In der Wallonie gab es im vergangenen Jahr rund zehn Prozent mehr erwerbslose Arbeitssuchende als im Vorjahr. Dies geht aus dem Jahresbericht der wallonischen Arbeitsvermittlungsstelle Forem hervor.
Der Anstieg hängt vor allem mit einer neuen Zählmethode zusammen. Ohne die Umstellung wäre die Zahl der Arbeitssuchenden um knapp vier Prozent gestiegen. Darüber hinaus spielte auch eine Rolle, dass das Renteneintrittsalter von 65 auf 66 Jahre angehoben wurde.
Elf Prozent der Arbeitslosen sind Jugendliche mit einer Eingliederungsbeihilfe. Bei den Langzeitarbeitslosen (zwei Jahre oder länger) gab es einen Anstieg um 14 Prozent. Ihr Anteil beträgt nun 48 Prozent.
Die Zahl der Stellenangebote bei Forem sank im vergangenen Jahr um fast ein Viertel auf 405.035 offene Stellen. Nach Angaben der Behörde nutzen Unternehmen jedoch immer mehr verschiedene Kanäle, um Mitarbeiter zu rekrutieren.
belga/okr