Es sind gleich zwei Beschlüsse, die Ryanair-Chef Michael O'Leary auf die Palme bringen. Zum einen will die Stadt Charleroi künftig eine Abgabe von drei Euro pro abfliegendem Passagier erheben. Und dann hatte die Föderalregierung darüber hinaus entschieden, die Steuer auf Kurzflüge ab 2027 auf zehn Euro anzuheben.
Beide Entscheidungen seien nicht hinnehmbar, sagte Michael O'Leary. Wegen der Steuer der Stadt Charleroi würden deswegen bereits in diesem Jahr 1,1 Millionen Sitzplätze gestrichen.
Als Reaktion auf die föderale Abgabe würden dann im kommenden Jahr noch einmal zusätzlich 1,1 Millionen Sitzplätze gestrichen. Das macht weniger Flugzeuge nötig, laut Medienberichten will Ryanair fünf seiner bislang 18 in Charleroi stationierten Flugzeuge abziehen. Insgesamt sind demnach rund 1.100 direkte oder indirekte Arbeitsplätze bedroht.
Diese Entscheidungen seien aber noch nicht definitiv. Wenn die Steuern zurückgezogen würden, dann werde auch der Kapazitätsabbau aufgehoben.
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Roger Pint