Bei jedem sechsten Küchengewürz stimmen die Angaben auf der Verpackung nicht mit dem Inhalt überein. Das hat ein flämisches Labor herausgefunden. Es hat im Auftrag der EU-Kommission rund 2.000 Küchengewürze untersucht.
Vor allem bei Oregano-Produkten stellte das Labor noch andere Inhaltsstoffe fest. Das war bei rund der Hälfte der Produkte der Fall. In erster Linie entdeckten die Forscher getrocknete Olivenblätter, aber auch Thymian oder Myrthe.
Oregano gilt nicht als besonders teures Gewürz. Aber es ist eines, das oft verwendet werde, erklärte ein Sprecher des Labors in der VRT. Daher könne es sich für die Produzenten lohnen, das Oregano mit günstigeren Inhaltsstoffen zu strecken. Olivenblätter sind nicht gesundheitsschädlich. Die Praxis, sie in Oreganogewürze zu mischen, führt Verbraucher aber in die Irre.
vrt/okr