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Durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus sinkt

08.01.202607:1208.01.2026 - 12:34
Bild: Laurie Dieffembacq/Belga
Illustrationsbild: Laurie Dieffembacq/Belga

Patienten müssen immer weniger Zeit im Krankenhaus verbringen. Im Durchschnitt sind es fünf Tage, vor 14 Jahren waren es noch sechs. Das geht aus einer neuen Untersuchung des föderalen Fachzentrums KCE hervor. Eine Entwicklung, die nicht nur positiv ist.

Ein Tag weniger klingt erstmal nicht besonders beeindruckend. Aber das ist immerhin fast ein Fünftel weniger. Außerdem muss man bedenken, dass - bezogen auf die Gesamtbevölkerung - da ganz schön viele eingesparte Tage zusammenkommen. Das unterstreicht auch Koen Van den Heede, Forscher am föderalen Fachzentrum für das Gesundheitswesen (KCE).

Noch etwas sollte man nicht vergessen: Die Menschen werden immer älter - und damit auch die Patientenpopulation in den Krankenhäusern. Dass die Verweildauer in den Krankenhäusern trotzdem sinke, sei eine wichtige Erkenntnis. Für die Krankenhäuser beziehungsweise das Gesundheitswesen liegen die Vorteile dabei auf der Hand: Durch die kürzere Verweildauer werden schneller Betten für andere Patienten frei.

Aber auch die Patienten haben etwas von der systematischen Verkürzung der Aufenthaltsdauer: Verschiedene Studien zeigen, dass sich Patienten in vertrauter Umgebung schneller erholen. Auch psychologisch ist es so, dass wohl kaum jemand freiwillig länger als unbedingt nötig im Krankenhaus bleiben will. Je kürzer Patienten im Krankenhaus bleiben, desto kleiner auch die Gefahr, dass sie sich dort irgendwelche Infektionen zuziehen.

Maßgeblich verantwortlich für die verkürzte Verweildauer sind technische Neuerungen beziehungsweise verbesserte Behandlungsmethoden. Aber nicht nur. Die verschiedenen Behandlungsschritte werden oft auch einfach zeitlich besser aufeinander abgestimmt, wodurch die Behandlung insgesamt kompakter wird.

Die Evolution der Behandlungsmethoden erlaubt es außerdem immer häufiger, chirurgische Eingriffe in einer Tagesklinik durchzuführen, die Notwendigkeit einer Übernachtung im Krankenhaus fällt weg. Und je weniger Menschen nachts im Krankenhaus bleiben, desto weniger Personal wird für Nachtschichten benötigt. Die Krankenhäuser kommen mit weniger Personal aus - was angesichts von chronischer Unterbesetzung mehr als willkommen ist.

Das Ganze hat aber nicht nur Licht-, sondern auch Schattenseiten: Die Behandlung wird kompakter, das heißt, dass die verbleibenden Tage arbeitsintensiver werden - und damit die Belastung des Personals steigt. Auch das müsse berücksichtigt werden, so der KCE-Experte. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass sich die Aufenthaltsdauer einfach immer weiter verkürzen lasse.

Der Arbeitsdruck beim Personal in den Krankenhäusern ist dabei auch nur ein Aspekt. Kürzere Krankenhausaufenthalte führen zumindest teilweise auch dazu, dass bestimmte Teile der Behandlung zu Hause stattfinden müssen. Das bringt ganz eigene Probleme mit sich. Manchmal sei es so, dass Patienten sich nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus nicht mehr genau daran erinnern, was zu Hause genau wie getan werden muss.

Das hebt unter anderem die flämische Hausarztvereinigung Domus Medica hervor. Da kann es zum Beispiel um neue Medikamente gehen oder die Art und Weise der Nachsorge. Das führt dazu, dass diese Menschen mit ihren Fragen zu ihren Hausärzten gehen - die aber auch nicht immer sofort Rat wissen, wie Maaike Van Overloop, Vorsitzende von Domus Medica, erklärt. Die Hausärzte würden mit Problemen konfrontiert, mit denen sie sonst wenig zu tun hätten, sprich sie müssten sich da auch oft erst einarbeiten. Das bedeutet mehr Arbeit und Stress.

Auch bei der ambulanten beziehungsweise Hauskrankenpflege machen sich die Veränderungen bemerkbar. Die Aufgaben, die die Pflegekräfte hier übernehmen müssen, werden immer komplexer. Das bedeutet neben Mehraufwand auch oft die Notwendigkeit spezifischer Aus- und Fortbildungen.

Sowieso sei es so, dass die Auswirkungen der Verkürzung der Verweildauern in den Krankenhäusern weiter untersucht werden müssten, betont auch Koen Van den Heede - zum Beispiel, was die Zufriedenheit und die gesundheitliche Langzeitentwicklung der Patienten betreffe, oder auch, welche Konsequenzen das für pflegende Angehörige haben könne.

Boris Schmidt

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