Letztes Jahr sind dort 237 Meldungen eingegangen über fremde und unerklärbare Flugobjekte. Ein Team von fünf Wissenschaftlern arbeitet daran, diese Sichtungen zu erklären und herauszufinden, was dahinter steckte. Im Jahr davor, 2024, sind 164 Meldungen von Bürgern eingegangen - letztes Jahr dann deutlich mehr - ein Anstieg von 44 Prozent. Die meisten Meldungen wurden im März und September 2025 gemacht.
Logische Erklärungen
Die UFO-Sichtungen im März lassen sich durch die Treibstoffablassung der Falcon 9 Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX erklären. Die hat damals einen Satelliten in die Umlaufbahn um die Erde gebracht. Nach dem Start wurde Treibstoff abgelassen, was wie eine "vorbeiziehende spiralförmige Wolke" ausgesehen hat. Letztes Jahr waren auch sogenannte Skytracer und die Satellitenzüge von Starlink wieder Ursache für eine gewisse Anzahl von Sichtungen.
Drohnen Sichtungen führten nicht zum Anstieg
Bei der Meldestelle sind letztendlich nur elf Meldungen im November zur Zeit der Drohnensichtungen über Belgien eingegangen. Das liege daran, dass die Bevölkerung damals aufgefordert worden war, sich direkt an die Polizei zu wenden, wenn sie etwas, wie eine Drohne beobachtet. In den meisten Fällen stellte sich auch letztes Jahr heraus, dass die Menschen durch gewöhnliche Flugzeuge, Hubschrauber oder Sterne getäuscht worden sind.
Kuriose Sichtungen
Das Forscher Team hat sich letztes Jahr mit einer Sichtung beschäftigt, die schon ein paar Jahre zurück liegt. 2020 will eine Frau aus einem Grenzdorf zur Niederlande eine fliegende Untertasse gesehen haben - beziehungsweise sogar von ihr angegriffen worden sein. Die Frau soll, als sie mit ihrem Auto unterwegs war, zweimal beinahe mit einem "tellerförmigen Objekt" von bis zu drei Metern Größe zusammengestoßen sein.
Gemeldet wurde der Vorfall erst 2024. Wegen der hohen Seltsamkeit des Vorfalls haben die Forscher eine Untersuchung eingeleitet. Es wurden verschiedene mögliche Erklärungen gegeben, wobei eine Traumerfahrung oder Halluzination als wahrscheinlichste Erklärung am Ende vorgeschlagen wurde. Eine abschließende Erklärung wurde aber nie gefunden, sodass die Meldung offiziell als "ungeklärt" eingestuft worden ist
belga/lo