Das föderale Migrationszentrum Myria fordert mehr Zeit für Opfer von Menschenhandel, um sich von ihren traumatischen Erlebnissen zu erholen.
In seinem neuen Jahresbericht spricht sich Myria dafür aus, die Bedenkzeit von derzeit 45 Tagen auf drei Monate zu verlängern. Erst danach sollten Betroffene entscheiden müssen, ob sie mit der Justiz zusammenarbeiten wollen.
Positiv bewertet das Zentrum, dass Polizei und Ermittlungsbehörden zunehmend Rücksicht auf die besondere Verletzlichkeit der Opfer nehmen. Trotz dieser Fortschritte ruft Myria dazu auf, Schulungen und Sensibilisierung rund um die psychologischen Folgen des Menschenhandels weiter auszubauen.
Im vergangenen Jahr stellte die Polizei landesweit 346 Fälle von Menschenhandel fest. 150 neue Opfer wurden betreut.
belga/rtbf/jp