Die Gewerkschaften und die Geschäftsführung der Supermarktkette Carrefour haben in der Nacht zu Freitag eine Einigung zu den Sonntagsöffnungszeiten erzielt. Die Carrefour-eigenen Supermärkte können ab Mitte Januar an den Sonntagvormittagen von 8 bis 12 Uhr öffnen.
An einigen Sonntagen - insbesondere in der Vorweihnachtszeit - dürfen die Supermärkte auch ganztägig öffnen. Die Beschäftigten können selbst entscheiden, ob sie auch an den Sonntagen arbeiten möchten. Beschlossen wurde auch ein Sonntagszuschlag von 50 Prozent.
Die Gewerkschaften hatten zuletzt befürchtet, dass alle Carrefour-eigenen Supermärkte in Franchise-Supermärkte umgewandelt werden sollen. In dem Abkommen garantiert die Supermarktkette, bis 2028 keine weiteren Supermärkte in Franchise-Unternehmen umzuwandeln.
Reaktionen zu den neuen Öffnungszeiten
Die Geschäftsführung von Carrefour hat sich positiv über das Abkommen zu den Sonntagsöffnungszeiten geäußert. Dies würde die Konkurrenzfähigkeit der Supermarktkette stärken und berücksichtige die Wünsche der Kunden, hieß es.
Die sozialistische Gewerkschaft räumt ein, dass die Entscheidung, sonntags zu öffnen, aus Wettbewerbsgründen vernünftig sei, hält aber auch fest, dass niemand sonntags wohl gerne öffnen würde.
Mit dem Abkommen sind auch die Gerüchte vom Tisch, Carrefour wolle sich aus Belgien zurückziehen. Laut Gewerkschaften hat die Direktion die Pläne dementiert.
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