Seit 2009 war Belgien alle zwei Jahre immer wieder neu in den Rat der Internationalen Schifffahrts-Organisation gewählt worden. Fast alle Länder der Welt (176 Länder) gehören der IMO an. Der Rat ist das Entscheidungsgremium dieser Organisation.
Der Rat besteht aus 40 Ländern. Vor zwei Jahren war es eine Überraschung, dass Belgien nicht mehr in den Rat gewählt wurde. Als Gründe wurden damals die Überrepräsentation von europäischen Ländern im Rat angegeben und Belgiens Haltung gegenüber Russland wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Angeblich soll es vielen Ländern nicht gefallen haben, wie restriktiv Belgien sich damals gegenüber Russland und seiner Schifffahrt positioniert hatte.
Belgische Politiker begrüßen den Wiedereinzug des Landes in den IMO-Rat. "Belgien spielt eine Schlüsselrolle in der internationalen Schifffahrt", teilte Annelies Verlinden mit, als Föderalministerin zuständig für die Nordsee. Der Sitz im IMO-Rat ermögliche es Belgien, sein Know-How einzusetzen um den Schifffahrtssektor sicherer, nachhaltiger und innovativer zu machen, fügte Verlinden hinzu.
Kay Wagner