Belgien erlebt gerade seine erste offizielle Hitzewelle des Jahres. Das hat das Königliche Meteorologische Institut KMI mitgeteilt. Um als Hitzewelle zu gelten, müssen die Temperaturen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 25 Grad liegen, wobei an drei Tagen davon die 30-Grad-Marke überschritten werden muss.
Das KMI hat außerdem Warnstufe Orange für den Osten des Landes ausgerufen wegen möglicher schwerer Unwetter. Die Unwetterwarnung gilt seit 16 Uhr für die Provinzen Namur, Lüttich, Limburg und Luxemburg, wobei es auch andernorts zu Unwettern kommen kann. Die Notrufnummer 1722 ist ebenfalls aktiviert worden.
Laut KMI muss örtlich mit Niederschlägen von 30-40 Litern pro Quadratmeter oder mehr gerechnet werden. Außerdem bestehe die Gefahr von Hagel und starken Windböen, die stellenweise Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde erreichen könnten.
Als Reaktion auf die Unwetterwarnung sind auch diverse Jugendgruppen informiert worden, die im Osten des Landes ihre Sommerlager durchführen. Eine präventive Räumung der Lager sei allerdings nicht geplant, so etwa Scouts en Gidsen Vlaanderen. Dennoch empfehle man je nach Alter der Teilnehmer einige Vorsichtsmaßnahmen.
Von Westen kommend rücken derweil Regen und deutlich tiefere Temperaturen in Richtung Inland vor. Das führt teilweise zu erheblichen Temperaturunterschieden. Während in Zeebrugge um 15 Uhr beispielsweise nur noch 19,7 Grad gemessen wurden, waren es in Diepenbeek in der Provinz Limburg zum gleichen Zeitpunkt 38,1 Grad.
Die extreme Hitze hat außerdem zu Straßenschäden und dadurch zu Verkehrsbehinderungen geführt. Für Flandern wird auch ein deutlicher Anstieg des Wasserverbrauchs gemeldet in den vergangenen Tagen.
schb/jp