Belgische Industriebetriebe zahlen deutlich höhere Strompreise als ihre Konkurrenten in den Nachbarländern. Diese Entwicklung hat sich im laufenden Jahr fortgesetzt.
Das geht aus einer Erhebung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte im Auftrag von Febeliec hervor. Febeliec ist der Verband industrieller Großverbraucher.
Demzufolge sind die Preise in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden leicht gesunken, in Belgien jedoch für Industriebetriebe aufgrund des starken Anstiegs der Übertragungsgebühren gestiegen. Je nach Region und Verbrauch liegen die Nachteile belgischer Unternehmen demzufolge zwischen zwölf und 23 Prozent.
Zudem seien die Stromkosten in Europa im Vergleich zu Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten und Australien insgesamt deutlich höher. Dieser Nachteil gefährde den Handlungsspielraum und die Entwicklung von Industriebetrieben in Belgien und in Europa, so Luc Sterckx, der Febeliec-Vorsitzende.
belga/moko