Die Krankmeldungen von Arbeitnehmern haben im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht. Insgesamt machten die krankheitsbedingten Fehlzeiten zehn Prozent der Arbeitszeit aus. Das steht in einer Studie von Personal-Dienstleister Attentia, über die die Zeitung "De Tijd" am Freitag berichtet.
Demnach stiegen sowohl die Krankmeldungen von mittlerer als auch von langer Dauer. Als mittlere Dauer gelten krankheitsbedingte Abwesenheiten ab einem Monat, ab einem Jahr spricht man von einer langfristigen Erkrankung.
Auch die Krankmeldungen für einen Tag haben zugenommen, seit die Pflicht für ein ärztliches Attest ab dem ersten Krankheitstag abgeschafft wurde.
Die Studie zeigte auffallende Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Der Anteil der Frauen unter den Langzeitkranken ist doppelt so hoch wie der der Männer. Auch der Anteil älterer Arbeitnehmer ist in dieser Gruppe besonders hoch.
Als Gründe für die Zunahme der Krankmeldungen nennt Attentia den steigenden Arbeitsdruck, aber auch das wachsende Gesundheitsbewusstsein.
vrt/sh