Flexi-Jobber dürfen ab sofort in mehr Branchen arbeiten. Ein Flexi-Job ist ein Nebenjob, für den der Arbeitnehmer keine Steuern zahlen muss.
Bisher ist das System vor allem aus dem Horeca-Sektor bekannt.
Im neuen Jahr sind Flexi-Jobs in neun weiteren Sektoren erlaubt: Busverkehr, Bestattungswesen, Eventmanagement, Lebensmittelindustrie, Fahrschulen, Autoindustrie, Landwirtschaft und Gartenbau, bei Immobilienagenturen und Umzugsunternehmen. Bisher war das nur der Fall im Horeca-Sektor, Einzelhandel, Lebensmittelhandel, in Friseur- und Schönheitssalons sowie Fitnesscentern, in Bäckereien, Supermärkten, der Unterhaltungsbranche, Sport, Kino und Gesundheitspflege. Außerdem können die Regionen Flexi-Jobs für die Branchen Kinderbetreuung und Bildung aktivieren.
Höchstgrenze
Der steuerfreie Lohn wird auf 12.000 Euro begrenzt. Bei Rentnern sind es 7.190 Euro pro Jahr. Verdienen Flexi-Jobber mehr, müssen sie darauf Steuern zahlen. Außerdem soll es eine Höchstgrenze geben. Die Arbeitgeberabgaben für Flexi-Jobs werden von 25 auf 28 Prozent erhöht.
Um Missbrauch zu verhindern, werden mehrere Maßnahmen eingeführt. Unter anderem darf ein Flexi-Job nicht für ein Unternehmen ausgeführt werden, das dem Hauptarbeitgeber gehört. Wer von einer Vollzeit-Stelle auf vier Fünftel reduziert, darf erst nach einem Dreivierteljahr als Flexi-Jobber arbeiten.
belga/km