Mobilitätsminister Gilkinet (Ecolo) will den innerbelgischen Kurzstreckenflügen ein Ende setzen. Die Föderalregierung will sich am Mittwoch mit dem Entwurf befassen.
Ziel ist es, kommerzielle und private Flüge innerhalb des belgischen Luftraums aus Umweltschutzgründen zu verhindern.
Flandern hatte vorgeschlagen, das Verbot bis zu 25 Kilometer über die Grenzen des Landes hinaus auszudehnen. Flüge, die von Belgien aus nach Eindhoven, Maastricht, Luxemburg oder Lille gingen, seien ebenso wenig gerechtfertigt wie Flüge von Brüssel nach Antwerpen. Ausnahmen bildeten natürlich Rettungs- oder Überwachungsflüge.
2019 wurden im belgischen Luftraum über 1.700 Kurzstreckenflüge gezählt, 2021 waren es schon 100 mehr. Die meisten dieser Flüge erfolgten in Privatjets.
belga/cd
Es gibt in Belgien (Größte Distanz des Landes: De Panne - Arlon 318 km) Inlandsflüge???
Kein Wunder, dass unser Planet den Bach 'runter geht...
@ Alexander Hezel: Doch, solche Inlandsflüge gibt es. Zum einen sind es die oft in Vereinen organisierten Sportflieger, die ein paar Runden « spazieren fliegen », so wie andere mit Pkw oder Motorrad ihren Ausflug machen. Zum anderen gibt es Überführungsflüge: Charterflüge, die in Regionalflughäfen wie Ostende, Antwerpen oder Lüttich ihre Passagiere aufnehmen, waren vorher für Wartungsarbeiten in Zaventem stationiert und fliegen dann schlappe 100 km leer dorthin. Man mag darüber streiten, ob es sinnvoller wäre, wenn die Fluggäste erst mit dem Auto nach Zaventem führen, um sich dort ins Getümmel zu werfen.
Und dann gibt es wohl auch ein paar Privatjets richtig reicher Zeitgenossen, denen Herr Gilkinet im wohlverstandenen Öko-Populismus ans Bein pinkeln will. Sollen die doch auswandern, wenn’s ihnen nicht passt.
Hauptsache, die Minister können auf eine zuverlässige Flugbereitschaft zurückgreifen !