Der wirtschaftliche Schaden durch den Streik der Schleusenwärter geht in den zweistelligen Millionenbereich. Das befürchtet der flämische Arbeitgeberverband Voka.
Seit Dienstag läuft die Protestaktion der Schleusenwärter. Auch die Hafenlotsen hatten sich dem Streik angeschlossen. Einige von ihnen haben zwar die Arbeit wieder aufgenommen, aber längst nicht alle. Daher gibt es weiter Probleme sowohl für die Binnen- als auch für die Seeschifffahrt.
Lieferungen kämen viel zu spät, so Voka. Dies beträfe neben Konsumgütern und Weihnachtsgeschenken auch Lebensmittel. Besonders kritisch sei die Situation bei Rohstoffen und halbfertigen Produkten. Bleibe die Lieferung aus, müssten Unternehmen den Betrieb einstellen.
Der Arbeitgeberverband beklagt, dass der Protest im öffentlichen Dienst auf dem Rücken der Schifffahrt ausgetragen wird und fordert die Gewährleistung eines Minimaldienstes, wie es ihn etwa auch bei Bahnstreiks gibt. Voka hat die Schleusenwärter und Hafenlotsen zu einem sofortigen Ende des Protests aufgerufen.
belga/fk