Alter schützt vor Torheit nicht

"Alter schützt vor Torheit nicht." Bester Beweis für diese Redensart ist ein 74-jähriger Mann aus der Brüsseler Randgemeinde Ternat. Ihm drohen jetzt acht Monate Gefängnis.

Raser (Illustrationsbild: Wasant (YAYMicro)/PantherMedia)

Illustrationsbild: Wasant (YAYMicro)/PantherMedia

Letztes Jahr hatte er nämlich mit seinem Auto fast einen Polizisten angefahren, der ihn zum Anhalten aufgefordert hatte.

Der Mann ist bei den Polizeikräften ein alter Bekannter, weil er bereits 72 Verurteilungen auf dem Kerbholz hat, 60 davon durch das Polizeigericht. Gut für ein Strafregister von nicht weniger als 13 Seiten. Dem Mann wurde zunächst ein außergerichtlicher Vergleich für den Vorfall zugesandt. Den hat er jedoch nicht bezahlt. Deshalb wurde er vom Strafgericht angeklagt.

„Der gute Mann darf seit langem nicht mehr Auto fahren, findet aber immer wieder Wege, auf die Straße zu kommen“, so die Staatsanwaltschaft. Auch 72 Verurteilungen halfen ihm nicht, sich zu fügen. In der Tat zeigt dieser Vorfall, warum er lange Zeit nicht fahren durfte. Ein Urteil folgt am 27. Oktober.

hln/mz