Belgien wirbt am Rand der UN-Vollversammlung für den Kampf gegen sexuelle Gewalt

Belgien will, dass sexuelle Gewalt auf der Welt stärker bekämpft wird. Das hat Außenministerin Hadja Lahbib auf einer Veranstaltung am Rand der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York bekräftigt. Die Veranstaltung wurde von Belgien gemeinsam mit der Demokratischen Republik Kongo und der Europäischen Kommission ausgerichtet.

Außenministerin Hadja Lahbib in New York (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Außenministerin Hadja Lahbib in New York (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Es spiele keine Rolle, ob es sich um vergewaltigte Mädchen und Jungen in der Ukraine oder in der Zentralafrikanischen Republik handele, um die Sexsklaven der Terrorgruppe IS oder um Mütter, die Kinder nach Vergewaltigungen zur Welt brächten, so Lahbib. Sie alle bräuchten Hilfe nach ihrem Martyrium – und zwar spezifisch auf ihre Situation zugeschnittene Hilfe.

Eine solche angepasste Hilfe müsse natürlich unter anderem Gesundheitsversorgung, psychosoziale Unterstützung und Entschädigungen beinhalten. Noch wichtiger aber sei Gerechtigkeit, betonte die belgische Außenministerin. Die meisten dieser Verbrechen blieben bis heute ungeahndet, deshalb müsse das Sammeln und die Sicherung von Beweisen verstärkt werden, um die Täter zur Rechenschaft ziehen zu können.

Belgien unterstützt die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs, des Hochkommissariats für Flüchtlinge der Vereinten Nationen und anderer Organisationen, die sich dem Kampf gegen sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten widmen. Die belgische Diplomatie versucht deshalb auch systematisch und regelmäßig, das Thema ins internationale Rampenlicht zu bringen.

Boris Schmidt

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150