Digitalisierungs-Staatssekretär will Mehrwertsteuersenkung auf Computerausstattung für Schulen

Der föderale Staatssekretär für Digitalisierung, Mathieu Michel, plädiert für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Schul-Computerausstattungen. Damit reagiert der MR-Politiker auf Kritik des Bunds der Familien in der Föderation Wallonie-Brüssel.

Laptop (Illustrationsbild: Stephan Engler/Belga)

Illustrationsbild: Stephan Engler/Belga

Der Bund hatte anlässlich des Beginns des neuen Schuljahres die hohen Kosten für Schulmaterial allgemein beklagt und besonders die für zum Beispiel Unterrichts-Laptops und ähnliche Geräte. Mathieu will deshalb eine Mehrwertsteuersenkung auf sechs Prozent auf Informatikmaterial, das von den Schulen gekauft wird.

Laut einer Umfrage des Bunds der Familien unter Eltern ist die Computerausstattung einer der Posten, die die durchschnittlichen Kosten zu Beginn des Schuljahres am stärksten in die Höhe treiben. Hinzu komme, dass heutzutage immer mehr Schulen verlangten, dass die Schüler entsprechend mit dem notwendigen Informatikmaterial ausgestattet seien.

Auch wenn die Schulen das eigentlich nicht vorschreiben dürften, so sei es in der Praxis dennoch so, dass manche Schulen das mehr oder weniger offen täten. Aber selbst wenn der Kauf wirklich freiwillig sei, so sei es für Eltern dennoch sehr schwierig, sich dem zu entziehen, denn dann müssten sie ihre Kinder ohne Computer in einen Unterricht schicken, in dem alle anderen Kinder einen Laptop hätten, so der Familienbund.

Die Kosten für die gerade in Belgien so notwendige Digitalisierung dürften nicht allein auf die Eltern abgewälzt werden, so Staatssekretär Michel. Durch eine Mehrwertsteuersenkung auf sechs Prozent auf von Schulen gekaufte Hard- und Software sollten deshalb nicht nur die Schulträger unterstützt werden, sondern auch die Entwicklung pädagogischer Computerprogramme gefördert werden.

Boris Schmidt