Wenn der Fiskus mit mehr Bier rechnet

In Belgien ist das Bier endgültig zur Staatsangelegenheit geworden. Der belgische Kneipenverband Fedcaf hat beim Staatsrat Einspruch gegen einen königlichen Erlass eingelegt. Es geht um eine Mehrwertsteuer-Pauschalregelung für Gastwirte.

Kellner zapft Bier an der Theke (© Bildagentur PantherMedia / Vovashevchuk)

Illustrationsbild: © Vovashevchuk/Panthermedia

Die Regel legt fest, dass man mit einem 50-Liter-Fass 192 Biere zapfen kann. Der Verband ist mit dieser Berechnung aber gar nicht einverstanden.

Der Kneipenverband sieht den Durchschnitt bei 168 Gläsern – also viel weniger als der Fiskus. Der Verband hat das sogar durch einen Gerichtsvollzieher feststellen lassen, wie Fedcaf-Geschäftsführer Erik Beunckens der Zeitung Het Laatste Nieuws sagte.

Im vergangenen Herbst entschied der Staatsrat in einem Verfahren, das schon 2020 eingeleitet worden war, zugunsten der Kneipenbetreiber – nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern aus formalen Gründen. Das Finanzministerium hatte schon damals angekündigt, dass es an der Berechnung der Mehrwertsteuer-Pauschale nichts ändern werde.

Beunckens erklärte, der Verband wolle den Kampf fortsetzen.

hln/mz