Belgischer Prozess zu Pariser Anschlägen: Drei Jahre Haft auf Bewährung für Abid Aberkan

Im Prozess um den belgischen Teil der Ermittlungen zu den Terroranschlägen von Paris sind am Donnerstag die Urteile verkündet worden.

Illustrationsbild: Virginie Lefour/BELGA

Illustrationsbild: Virginie Lefour/BELGA

13 Männer und eine Frau standen in Brüssel vor Gericht. Ihnen war vorgeworfen worden, den Attentätern der Anschläge vom 13. November 2015 in Paris geholfen zu haben.

Die höchste Strafe wurde gegen den Mann verhängt, bei dem sich Salah Abdeslam versteckt hatte, Abid Aberkan. Er erhielt drei Jahre Haft auf Bewährung.

Der Verurteilte hatte Abdeslam in einem Haus in Molenbeek untergebracht, nachdem der bei einem Polizeieinsatz in Forest der Polizei knapp entkommen konnte. Vier Tage vor den Brüsseler Anschlägen wurde Abdeslam dann gefasst.

Vier der Angeklagten sind am Donnerstag wegen Mangels an Beweisen freigesprochen worden. Mehrere andere der Angeklagten wurden zwar der Unterstützung der Attentäter für schuldig befunden, das Urteil wurde aber ausgesetzt.

Salah Abdeslam war am Mittwoch im Hauptprozess in Paris zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Vor Ablauf von 30 Jahren soll es für ihn keine Haftverkürzung geben.

Er gilt als einziger Überlebender des Terrorkommandos von Paris.

Mohammed Abrini, der in Belgien bekannt ist als der „Mann mit Hut“, wurde ebenfalls zu lebenslänglich verurteilt. Von der Haftstrafe muss er mindestens 22 Jahre absitzen.

belga/rtbf/est