Solidaris: Kosten für Brustkrebs-Patientinnen zu hoch

In Belgien wird eine von neun Frauen vor dem Alter von 75 Jahren mit einer Brustkrebs-Diagnose konfrontiert. Das ist im internationalen Vergleich eine hohe Zahl.

Mammographie

Illustrationsbild: Anne-Christine Poujoulat/AFP

Die Krankenkasse Solidaris hat jetzt eine Studie zu den Kosten vorgelegt, die auf die Patientinnen zukommen. Im ersten Behandlungsjahr müssen Brustkrebs-Patientinnen im Durchschnitt 2.000 Euro zahlen, zusätzlich zu dem, was die Krankenkassen übernehmen.

Die Kosten entstehen unter anderem bei der Anschaffung von angepasster Kleidung, von Perücken oder wegen psychologischer Betreuung. Nach Angaben von Solidaris hat jede vierte der Betroffenen Schwierigkeiten, die anfallenden Kosten zu tragen.

Die Studie befasst sich auch mit den Auswirkungen der Krankheit auf das tägliche Leben der Patientinnen. Gesundheitsprobleme durch Nebenwirkungen bei Behandlungen führen dazu, dass bei jeder zweiten Betroffenen der Alltag eingeschränkt ist. Auch die Tatsache, dass die Patientinnen zumindest zeitweise nicht arbeiten können, führt neben finanziellen Einschränkungen zu Unzufriedenheit und teilweise zu Depressionen.

Solidaris hatte die die Fälle von über 2.600 Brustkrebs-Patientinnen analysiert.

belga/rtbf/est