Branchenverband Comeos fordert Studie über Plastikverpackung von Obst und Gemüse

Sechs Äpfel in einer Plastikverpackung im Supermarkt oder Tomaten in einer Pappschale und einer zusätzlichen Plastikverpackung: In Frankreich wird das ab dem 1. Januar nicht mehr erlaubt sein. Es wird ein Verbot von Plastikverpackungen für etwa dreißig Obst- und Gemüsesorten gelten.

Plastiktüte (Illustrationsbild: Jonas Hamers/Belga)

Illustrationsbild: Jonas Hamers/Belga

Frankreich geht im Bereich Plastikverpackung von Obst und Gemüse viel weiter als Belgien. Die Regierung von Premier Alexander De Croo hat vor einigen Wochen im Rahmen der Umsetzung einer europäischen Richtlinie beschlossen, in naher Zukunft leichte Plastiktragetaschen zu verbieten. Belgien wird bald auch Besteck, Teller, Strohhalme und Rührstäbchen aus Plastik verbieten.

Auf flämischer Ebene ist es Behörden bereits verboten, Einwegbecher und -besteck zu verwenden. Konzertveranstalter dürfen sie dort auch nur noch verwenden, wenn sie 90 Prozent davon wieder einsammeln und recyceln.

Für ein landesweites Verbot von Plastikverpackungen für Obst und Gemüse in Geschäften gibt es jedoch keine Mehrheit. Die Verhandlungen darüber werden in den kommenden Monaten fortgesetzt, heißt es in der Stellungnahme der Regierung.

Supermarktketten nicht untätig

Der Branchenverband Comeos sagt dazu, dass die Supermarktketten nicht untätig sind. „In den letzten Jahren ist bereits viel Plastik aus den Verkaufsregalen verschwunden“, so ein Sprecher. Verschiedene Ketten haben die leichten Plastiktüten und -schalen durch Papier- oder Stoffverpackungen ersetzt. Zugleich plädiert Comeos dafür, genauer hinzuschauen und mehr zu untersuchen.

Bei Gurken zum Beispiel hätte sich gezeigt, dass Kunststoffverpackungen das Gemüse dreimal länger frisch halten. Ein striktes, einfaches Verbot von Plastik für alle Arten von Obst und Gemüse könnte zu Lebensmittelverschwendung führen, argumentiert der Branchenverband.

Für ein Totalverbot von Plastik ist man noch nicht bereit.

standaard/mz