Polizei nimmt größtes Übungsgelände Belgiens in Betrieb

In Sint-Niklaas in der Provinz Ostflandern hat die Polizei am Dienstag offiziell das größte Übungsgelände des Landes in Betrieb genommen. Bei dem rund 50 Hektar großen Gebiet handelt es sich um die ehemalige militärische Domäne Westakkers.

Polizei-Übungsgelände (Bild: Jonas D'Hollander/Belga)

Die Beamten können verschiedene Szenarien durchspielen (Bild: Jonas D'Hollander/Belga)

Durch das Vorhandensein von Straßen, Lagerräumen, leerstehenden Gebäuden, Hangars und anderen festen Strukturen können lokale und föderale Polizeibeamte aus dem ganzen Land dort in Zukunft für die unterschiedlichsten Szenarien trainieren.

Dass es das bislang noch nicht gegeben habe, war für den Generalkommissar der Föderalen Polizei, Marc De Mesmaeker, eine Schande, wie er in der VRT sagte. Eine integrierte Polizei brauche ein Übungsgelände, das seinen Namen auch verdiene. Mit dem neuen Terrain werde diesem Bedarf gut entsprochen. Übung mache bekanntermaßen den Meister, so der Generalkommissar.

Durch die vorhandene Fläche kann die Polizei hier auch problemlos und realistisch mit größeren Gruppen arbeiten, wie Alexander De Baets von der Föderalen Polizei Ostflandern hervorhob. Die Beamten könnten also zum Beispiel Einsätze auf Festivals wie La Boum simulieren oder Auseinandersetzungen mit Hooligans. Aber natürlich ist es auch geeignet für Szenarien wie Demonstrationen oder Geiselnahmen.

Boris Schmidt