Corona-Krise sorgt für steigende Immobilienpreise in den Ardennen

Der Immobilienmarkt in den Ardennen erlebt durch die Corona-Krise einen Aufschwung. Das meldet der Notarverband Fednot.

Immobilienpreise Hauskauf

Illustrationsbild: Benoît Doppagne/Belga

Im Jahr 2020 sind 5,3 Prozent mehr Häuser und Wohnungen in den Ardennen verkauft worden, obschon insgesamt in Belgien 2,7 Prozent weniger Immobilien verkauft worden sind.

In Corona-Zeiten suchten die Menschen nach Gelegenheiten, sich ins Grüne zu begeben, sagt dazu Notar Frédéric Dumoulin aus Durbuy. Außerdem hätten bereits vor dem Reiseverbot viele Belgier sich dazu entschieden, Urlaub im eigenen Land zu machen.

In einigen Gemeinden der Ardennen kam mehr als einer von drei Käufern aus Flandern. Unter den Käufern seien aber nicht nur Menschen auf der Suche nach einem Zweitwohnsitz, sondern auch Menschen auf der Suche nach Investitionsobjekten.

Die große Nachfrage hat nach Angaben von Fednot auch Auswirkungen auf die Preise. Immobilien in den Ardennen sind letztes Jahr um 10,8 Prozent teurer geworden, fast doppelt so viel wie im belgischen Durchschnitt (5,7 Prozent).

2019 lag der Durchschnittspreis eines Hauses noch in keiner Ardennen-Gemeinde über 200.000 Euro. 2020 haben sechs Gemeinden die Marke überschritten: Durbuy, Erezée, Gouvy, Trois-Ponts, La-Roche-en-Ardenne und Houffalize. Die Preisunterschiede sind aber groß. In Viroinval oder Hastières zum Beispiel kostet ein Haus im Schnitt nur rund 110.000 Euro.

belga/km