Coronavirus-Epidemie beeinträchtigt auch die Bob-Winterkampagne

Die traditionelle Bob-Winterkampagne gegen Alkohol am Steuer wird dieses Jahr drei Wochen später als sonst beginnen. Das meldet der Sender VTM Nieuws. Demnach sollen coronabedingt auch deutlich weniger Kontrollen stattfinden.

Originelle Weihnachtsbaum-Deko: Bob-Anhänger

Bild: Polizeizone Weser-Göhl

Die Bob-Sommerkampagne war wegen des Coronavirus und der dadurch nicht stattfindenden Großereignisse wie Festivals bereits ausgefallen. Und das winterliche Pendant, das traditionell gegen Ende November startet, wird nun erst am 18. Dezember beginnen und das in eingeschränktem Umfang, eben wegen der Hygieneschutzmaßregeln.

Die Beamten werden bei ihren Kontrollen lediglich klassische Alkoholtestgeräte einsetzen dürfen, die nach jedem Test gründlich desinfiziert werden müssen. Das wiederum bedeute, dass vor dem nächsten Test rund eine Viertelstunde gewartet werden muss. Pro Stunde und Gerät könnten also maximal vier bis fünf Personen getestet werden.

Es werde dennoch versucht, so viel wie möglich zu testen, teilte die Polizei mit – nur eben auf eine andere Art und Weise als sonst. Konkret bedeutet das, dass es keine Großkontrollen geben soll, sondern stattdessen viele kleinere Operationen. Dadurch würden auch die Chancen steigen, Alkoholsünder zu erwischen, glaubt die Polizei.

Dass Cafés, Kneipen und Restaurants wegen der Epidemie während des Kampagnenzeitraums möglicherweise noch immer geschlossen sein könnten, ist für die Polizei auch kein Grund, nicht zu kontrollieren. Denn Alkohol würde auch in Privatwohnungen konsumiert, so die föderale Innenministerin Annelies Verlinden. Deswegen mache es auch dann Sinn, weiter für die Gefahr durch Trunkenheit am Steuer zu sensibilisieren.

Boris Schmidt