Maskenpflicht in Brüssel: Fahrradverbände plädieren für Ausnahme

In der Provinz Antwerpen sind die Corona-Neuinfektionen leicht rückläufig. Gouverneurin Cathy Berx gab daher heute einige Anpassungen der strengen Corona-Maßnahmen an.

So wurde die nächtliche Ausgangssperre verkürzt, Kneipen und Restaurants dürfen wie überall im Land bis 1:00 Uhr nachts öffnen. Familien dürfen bei Besuchen im Restaurant fünf weitere Kontaktpersonen mitnehmen, die Obergrenze je Tisch sind zehn Personen.
In Brüssel geht die Entwicklung genau in die andere Richtung: Weil die Corona-Neuinfektionen in der Hauptstadt-Region drastisch zunehmen, hat Ministerpräsident Rudi Vervoort heute eine allgemeine Maskenpflicht angeordnet. Sie gilt in allen 19 Brüsseler Gemeinden. Ausnahmen gibt es nur für Menschen mit Gesundheitsproblemen, beim Sport oder bei schwerer körperlicher Arbeit. Wer mit dem Rad fährt, muss hingegen auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
Dagegen haben jetzt die beiden Fahrradverbände Gracq und Fietsersbond Kritik angemeldet. Sie fordern eine Ausnahme für Radfahrer, die das Rad als Verkehrsmittel benutzen. Ansonsten sei zu befürchten, dass viele Radfahrer entmutigt auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Lediglich auf Straßen und Wegen mit vielen Radfahrern oder Füßgängern sollten auch Radfahrer eine Maske tragen.

rtbf/b/sh