Studie zeigt: Homo Erectus war nicht schlank, sondern stämmig

Der Vorfahre des modernen Menschen war nicht schlank, sondern stämmig. Eine Studie von Paläo-Anthropologen in Spanien hat ergeben, dass der Homo Erectus anders als bisher gedacht eher untersetzt war. Co-Autor war Benoît Beyer von der Freien Universität Brüssel (ULB).

Schädel- und Kieferknochen eines Homo Erectus aus Kenia

Schädel- und Kieferknochen eines Homo Erectus aus Kenia (Archivbild: Stephen Morrison/EPA)

Die Studie wurde vom naturhistorischen Museum von Madrid und dem Zentrum für Evolutionsforschung in Burgos durchgeführt. Beyer ist Anatomie-Forscher. Er hat den Brustkorb eines Skeletts als Modell nachgebaut und die Atmung rekonstruiert. Dadurch können die Forscher darauf schließen, dass der Brustkorb unserer Vorfahren anders aussah als heute. Er war breiter als der des modernen Menschen.

Der Homo Erectus hatte also eher eine gedrungene Statur, ähnlich wie der Neanderthaler. Untersucht haben die Forscher das Skelett des Nariokotome-Jungen, der auch Turkana Boy genannt wird. Die Knochen wurden 1984 am Fluss Nariokotome westlich des Turkana-Sees in Kenia entdeckt. Das Skelett ist trotz seines Alters von anderthalb Millionen Jahren außergewöhnlich gut erhalten.

belga/km

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150