Onlinekäufer setzen auf kostenlose Rücksendung bei Nichtgefallen

Onlineshopping würde deutlich unattraktiver, wenn Käufer für die Rücksendung von Waren zahlen müssten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wirtschaftsministerin Nathalie Muylle in Auftrag gegeben hat.

Demnach würde fast jeder zweite Onlinekäufer nicht mehr bei einem Internetshop bestellen, wenn er fünf Euro bei einer möglichen Rücksendung zahlen müsste. Vor allem Kleidung geht häufig zurück an den Verkäufer. Das schmälert die Gewinnmarge.

Walter Torfs betreibt einen großen Onlineshop. Bei Schuhen kommt rund ein Viertel der Ware wieder zurück. Trotzdem ist er dagegen, die Verbraucher die Rücksendekosten zahlen zu lassen. Im Flämischen Rundfunk sagte er, die Kunden seien es gewohnt, dass man kostenlos zurückschicken könne. Kunden zu bestrafen, funktioniere auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht.

Torfs setzt auf Sensibilisierung. Kunden sollten überlegen, ob sie wirklich fünf Paar Schuhe bestellten, um dann vier wieder zurückzuschicken.

Die Studie bringt auch ans Licht, dass drei Viertel der Kunden nicht erwarten, dass die Ware schon am nächsten Tag zu Hause ankommt. In den meisten Fälle könnten die Waren so langsamer aber effizienter geliefert werden.

vrt/okr