Fünf gute Vorsätze für mehr Cybersicherheit

Die Zahl der Cyberattacken, also der Angriffe auf Smartphone und Computer war 2019 so hoch wie nie: Knapp 4.500 Angriffe hat das Computer Emergency Response Team gezählt. Das ist fast dreimal so viel wie 2018. Auch die Zahl der Anzeigen ist enorm gestiegen. Für Neujahr gibt es fünf gute Vorsätze, die man auch relativ leicht umsetzen kann.

WiFi (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / georgejmclittle)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / georgejmclittle

Erster Vorsatz: Für alle Online-Konten unterschiedliche Passwörter benutzen. Passwörter sind sozusagen die Achillesferse der Cybersicherheit.

Viele nutzen immer das gleiche Passwort und das ist dann auch meistens nicht schwer zu knacken. Wenn ein Cyberkrimineller einmal eins geknackt hat, dann hat er natürlich Zugriff auf all die anderen Konten.

Da gute Passwörter aber schwer zu behalten sind, sollte man Passwortmanager benutzen, die gibt es in den Appstores zum Beispiel Dashlane oder LastPass. Die können sichere Passwörter generieren, die dann quasi hinter Schloss und Riegel gelagert werden. Um daran zu kommen braucht man nur ein Masterpasswort, dass man sich dann merken muss.

Wichtig ist es auch, die Appzugriffe auf die persönlichen Daten auf das strikte Minimum zu begrenzen. Eine Taschenlampen- oder eine Taxi-App braucht zum Beispiel keinen Zugriff auf die Kontakte. Das wird aber oft angefragt.

Prüfen kann man das über die Appeinstellungen bzw. die Appberechtigungen, da sieht man, welche Apps auf Daten wie Kalender, Kontakte oder Standort Zugriff haben.

Was nicht unbedingt nötig ist, sollte am besten abgeschaltet werden. Das gilt auch für Vorsatz Nummer drei: Facebook-Nutzer sollten mal einen Blick in das Menü der Werbeanzeigen werfen. Dort stehen allerhand persönliche Daten, die Werbetreibende nutzen können um einen gezielt mit Werbung anzusprechen.

Inkognito Surfen

Auch bei Facebook unter den Punkten Privatsphäre sowie Chronik und Markierungen reinzuschauen, lohnt sich. Apropos Werbung: Alle Browser sammeln Daten. Man kann zwar im sogenannte Inkognito- oder Privatmodus surfen, da werden Cookies oder die Chronik nicht abgespeichert, aber man kann immer noch getrackt werden.

Beim Firefox gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Werbung zu blockieren, beim Google-Produkt Chrome hingegen nicht. Wer völlig anonym unterwegs sein will, der braucht ein VPN (ein Virtuelles Privates Netzwerk) . Das kostet allerdings – außer beim Opera-Browser, da gibt es das VPN umsonst.

Unterwegs in Cafés oder Hotels wird oft gratis Wlan angeboten. Die werden aber meist von großen Firmen betrieben, deren Ziel es ist, die Daten an Unternehmen zwecks Werbung weiter zu verkaufen. Und da in einem solchen freiem Wlan viele gleichzeitig unterwegs sind, haben Hacker auch leichteres Spiel. Also besser mobiles Internet nutzen.

lesoir/vk

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