Reform des Abtreibungsgesetzes: Prisma prüft Vor- und Nachteile einer Fristenverlängerung

Der Justizausschuss der Kammer wird am Mittwoch nicht über einen Vorschlag zur Reform des Abtreibungsgesetzes abstimmen.

Richter (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Sebastian Duda)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Sebastian Duda

Die Diskussion soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Damit verschiebt sich auch die Abstimmung.

Der Vorschlag sieht eine Lockerung des bisherigen Gesetzes vor. So soll unter anderem die Frist für einen Schwangerschaftsabbruch von zwölf auf 18 Wochen verlängert werden. Außerdem soll die Bedenkzeit der Frauen von sechs auf zwei Tage verkürzt werden.

Acht Parteien im Parlament, also eine Mehrheit, unterstützen die Reform. Dagegen sind CD&V, CDH und N-VA. Sie fordern eine längere Debatte. Auch der Vlaams Belang ist gegen eine Lockerung des Gesetzes.

Jacqueline Stich, Geschäftsführerin von Prisma in Eupen, sagt auf die Frage nach der Fristverlängerung im BRF-Interview: „Ich frage mich wozu. Ich verstehe es nicht. Die meisten Frauen, die zu uns kommen, kommen sowieso vor der achten Schwangerschaftswoche. Nur selten kommen Frauen in der zehnten, elften Woche.“

„Die meisten haben sich schon sehr lange damit beschäftigt, bevor sie zu uns kommen“, spricht Jacqueline Stich die einwöchige Bedenkzeit vor einem Eingriff an. „Die ist aus unserer Sicht nicht wirklich notwendig, weil die meisten haben schon viele Nächte darüber nachgedacht, was sie eigentlich wollen.“

belga/rtbf/est/okr

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