Bischöfe kritisieren neue Abtreibungsfrist

Die belgischen Bischöfe kritisieren, dass Abtreibungen künftig bis zur 18. Schwangerschaftswoche erlaubt sein sollen. Bislang ist das nur bis zur zwölften Woche erlaubt.

Sexueller Missbrauch Katholische Kirche

Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga

Das Parlament will die Frist jedoch verlängern. Die katholische Kirche befürchtet, dass dadurch ein Schwangerschaftsabbruch banalisiert wird. Das sei vor allem für die betroffene Frau verhängnisvoll.

Wenn die Medizin nach einer Abtreibung zur Tagesordnung zurückkehre, bleibe die Frau mit den Konsequenzen einer Abtreibung alleine, sagt der Sprecher von Kardinal De Kesel, Geert de Kerpel. Wenn eine Abtreibung ein gewöhnlicher medizinischer Eingriff werde, gebe es außerdem für Ärzte kaum noch Argumente, eine Abtreibung zu verweigern.

Die belgischen Bischöfe rufen daher zu einer breiten Debatte über den Schutz von ungeborenem Leben auf.

vrt/okr

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