Belgische Arbeitnehmer sind nicht mehr die teuersten in der Europäischen Union

Belgische Arbeitnehmer sind nicht mehr die teuersten in der Europäischen Union. Das geht aus einem Bericht einer belgisch-französischen Denkfabrik hervor. Dabei wurde die Steuerbelastung der Arbeitnehmer in der EU durchleuchtet.

Arbeitssituation im Büro

Illustrationsbild: Pixabay

Endlich runter von der Spitze, die man nicht spitze findet. Nach vielen Jahren auf Platz 1 gehen uns jetzt Luxemburger, Österreicher, Niederländer und Deutsche voraus.

Damit belgische Angestellte nach Abzug aller Steuern einen Nettobetrag von einem Euro erhalten können, müssen die Arbeitgeber in unserem Land 2,01 Euro zahlen. Das liegt deutlich unter dem Höchststand von 2,34 Euro aus dem Jahr 2013.

Der reale Steuersatz (einschließlich Mehrwertsteuer) beträgt jetzt 53,6 Prozent und liegt damit noch immer weit über dem EU-Durchschnitt von 44,5 Prozent.

Wie dem auch sei: Am 15. Juli konnten belgische Arbeitnehmer ihren diesjährigen „Tax Liberation Day“ feiern – den „Tag der Steuerbefreiung“. Dies ist der Tag, an dem man theoretisch alle Steuern für dieses Jahr gezahlt hat und für das eigene Portemonnaie arbeiten kann. 2013 fiel dieser Tag noch auf den 8. August.

Dem Bericht zufolge hat sich der Tax-Shift – die Steuerverschiebung der Michel-Regierung – positiv auf die belgische Wirtschaft und Bevölkerung ausgewirkt, da die Arbeitslosigkeit gesunken ist und das verfügbare Einkommen gestiegen. Demnach ist der Jahresnettolohn in den letzten sechs Jahren um knapp 4.000 Euro gestiegen.

Doch es gibt nicht nur Lob. In Belgien zahle man noch immer zu viel Steuern. Andere EU-Bürger würden weniger zahlen, während ihr Land in Bezug auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohlfahrt bessere Ergebnisse erzielten.

hln/demorgen/Institut Economique Molinari/mz

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