UN: Belgiens Vorgehen gegen fahrendes Volk war unverhältnismäßig

Die Vereinten Nationen haben den belgischen Staat über die mögliche Unverhältnismäßigkeit bei einer großangelegten Polizeiaktion gegen das fahrende Volk befragt.

Wohnwagen auf abgeriegeltem Feld

Polizei riegelte einen illegalen Stellplatz ab (Bild: Nicolas Maeterlinck/BELGA)

Am 7. Mai waren 1.200 Polizeibeamte eingesetzt worden, um Mitglieder einer Betrügerbande aufzugreifen. An der Aktion waren auch französische Gendarmen und Beamte von Europol beteiligt.

Es wurden 200 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Mehr als 40 Personen wurden festgenommen. Außerdem wurden 180 Wohnwagen und Fahrzeuge beschlagnahmt.

Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Rechte von Minderheiten stellt die von der Justiz beschlossenen Maßnahmen in Frage, äußert sich allerdings nicht zu den Beschuldigungen. Wie die Zeitung Le Soir schreibt, hat sich der belgische Rechtsanwalt von Familien aus dem fahrenden Volk an die Vereinten Nationen gewandt.

Belgien hat nun 60 Tage Zeit, um auf den Bericht zu antworten.

belga/jp

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