Streik der Fluglotsen beendet – Weiter Verspätungen

Der soziale Frieden beim Unternehmen für die Flugsicherheit in Belgien, Skeyes, hat nicht lange gehalten. Nachdem am vergangenen Freitag noch eine Einigung zwischen der Unternehmensleitung und der sozialistischen Gewerkschaft erreicht worden war, entschlossen sich in der Nacht die christliche und die liberale Gewerkschaft spontan zu einem Streik.

Kontrollturm der Flugsicherung Skeyes in Brüssel (Bild: Yorick Jansens/Belga)

Bild: Yorick Jansens/Belga

Der belgische Luftraum ist seit 13:00 Uhr wieder geöffnet. Der Streik der Fluglotsen ist beendet. Am Donnerstagmorgen waren Mitglieder der christlichen und der liberalen Gewerkschaft ohne Vorankündigung in den Streik getreten. Die beiden Gewerkschaften lehnen das Sozialabkommen, das mit der Flugsicherung Skeyes ausgehandelt wurde, als unzureichend ab. Nur die sozialistische Gewerkschaft hat die Vereinbarung akzeptiert. Die Direktion erteilte aber Neuverhandlungen eine Absage.

Wegen eines spontanen Streiks der Fluglotsen sind am Donnerstag mindestens hundert Flüge an den Flughäfen in Brüssel und in Charleroi gestrichen worden. Außerdem gab es viele Verspätungen. 70.000 Passagiere waren betroffen. Auch nach Ende des Arbeitsausstandes muss noch mit Verspätungen gerechnet werden.

Auch nach der Öffnung des Luftraums, muss voraussichtlich bis Donnerstagabend mit Verspätungen gerechnet werden. Wer für Donnerstag noch einen Flug gebucht hatte, sollte sich im Vorfeld bei seiner Fluggesellschaft informieren.

Skeyes riskiert Geldstrafen bei weiteren Luftraum-Sperrungen

Nach den wiederholten Sperrungen des belgischen Luftraums ist die Fluggesellschaft Brussels Airlines vor Gericht gezogen und hat eine einstweilige Verfügung erwirkt. Für jeden Flug von Brussels Airlines, der wegen eines Streiks bei Skeyes ausfällt, muss die Flugaufsicht ab  Freitagfrüh 10.000 Euro Strafe zahlen, bei Langstreckenflügen sind es sogar 20.000 Euro.

In den letzten Wochen hat es immer wieder Streiks oder massive Krankmeldungen bei den Fluglotsen gegeben, sodass der Luftraum über Belgien gesperrt werden musste. Das hat die Fluggesellschaft Brussels Airlines bis Donnerstag schon vier Millionen Euro gekostet – die heutigen Ausfälle noch nicht mitgerechnet.

belga/rtbf/vrt/est/jp/kw

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